Räuber Hotzenplotz

nach Otfried Preußler

Fassung von Wolfgang Seidenberg

TheaterInKempten

Jahr: 2018

Regie: Silvia Armbruster

Choreografie: Corinne Steudler

Bühne u. Kostüme: Stefan Morgenstern

Dramaturgie: Wolfgang Seidenberg

Musikalische Leitung: Sebastian Strehler

Foto: Mark Normann

Mit „Forsicht Golt“ in die Falle gelockt

Wie Seppel und Kasperl den finsteren Räuber Hotzenplotz zur Strecke bringen

Kempten – Tosender Applaus am Ende der Vorstellung und auch die Jagd auf Autogramme im Anschluss lassen kaum einen Zweifel aufkommen: Der Räuber Hotzenplotz im TiK kam an!
Munter kommentierten Kinder lauthals, was sie auf der Bühne sahen, sangen zusammen mit ihren erwachsenen BegleiterInnen und den Akteuren auf der Bühne und fieberten mit Kasperl (Sebastian Strehler), seinem besten Freund Seppel (Corinne Steudler) und der schönen Fee Amaryllis (Julia Jaschke), während diese dem bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Hans Piesbergen) und dem schrecklichen Räuber Hotzenplotz (Wolfgang Seidenberg) die Stirn boten. Letzterer hatte Kasperls Großmutter (Julia Jaschke) die schöne Kaffeemühle gestohlen, die die beiden Jungen ihr eben zum Geburtstag geschenkt hatten.
Da Seppel und Kasperl dem Wachtmeister Alois Dimpfelmoser (Hans Piesbergen) nicht zutrauten, dem Räuber Hotzenplotz gewachsen zu sein, nahmen sie die Sache selbst in die Hand. „Forsicht Golt“, schrieb Seppel auf eine mit Sand gefüllte Kiste, um den Räuber anzulocken.
… Trotz aller Gefahren – die Musik kam auch hier nicht zu kurz und erst nach einem Rap über „Mc Holze in the wood“ ging die Räuberjagd weiter. Nach einer Reihe gefährlicher Abenteuer hieß es aber Ende gut Alles gut: Die schöne Fee Amaryillis, die die letzten 700 Jahre als Unke im Verlies des Zauberers verbracht hatte, war befreit, der Zauberer vor Wut geplatzt, Seppel und Kasperl zurück bei der Großmutter, die sie mit ihrer Kaffeemühle glücklich machten. Der Wachtmeister bekam einen Käfig mit zwitscherndem Gimpel darin überreicht – der von Zwackelmann verzauberte Räuber Hotzenplotz wurde mit Hilfe des Wunschrings, den Kasperl von der Fee zum Dank erhalten hatte, zurückverwandelt und von Dimpfelmoser verhaftet. Alles nicht so schlimm, denn bevor der Vorhang fiel, rockten alle zusammen nochmal einträchtig so richtig ab – und mussten sogar noch eine Zugabe drauflegen.
Das von TiK-Chefin Silvia Armbruster flott inszenierte Stück „nach dem Buch von Otfried Preußler“ mit wahrhaft „fantastischen“ Bühnenbildern … bot einen unterhaltsamen Theaterbesuch. …

Christine Tröger Kreisbote 11.12.18